Die Situation
Ein Käufer sucht nicht nach Stärken. Er sucht nach Abzugsposten.
Regulatorische Altlasten, die erst im Datenraum sichtbar werden
Verträge mit Change-of-Control-Klauseln, die intern nie relevant waren. Compliance-Lücken, die im Tagesgeschäft funktionieren – aber im Datenraum zu Bewertungsabschlägen werden. Das Problem ist nicht, dass etwas fehlt. Das Problem ist, dass es der Käufer zuerst findet.
Eine Governance, die keiner kritischen Prüfung standhält
Rollen sind beschrieben, Entscheidungswege existieren. Aber wenn das Due-Diligence-Team fragt, wer eine bestimmte Entscheidung getroffen hat und warum, gibt es keine konsistente Antwort. Das verlangsamt den Prozess – oder senkt den Preis.
Dokumentation, die für fremde Augen nie aufbereitet wurde
Dreißig Jahre Erfolg, aber die IT-Infrastruktur, die Vertragshistorie, die Compliance-Nachweise – alles ist verteilt, gewachsen, lückenhaft. Nicht weil jemand geschlampt hat. Sondern weil es intern nie nötig war.
Ein Team, das alle Fragen beantworten kann – aber nicht gleich
Der Finanzchef weiß etwas anderes als der CTO. Beide haben recht. Aber wenn ein Käufer widersprüchliche Signale empfängt, entsteht nicht Vertrauen – sondern eine zweite Fragerunde. Und eine dritte.